Sie sind hier: Aktuelles » Aus einer Übung direkt in den Einsatz

Newsdetails

Aus einer Übung direkt in den Einsatz

Samstag, 05.09.2015 gegen 12.30. Die Helfer der 3 & 4 Betreuungsgruppe im Kreis Pinneberg hatten gerade Ihren Einsatz im Rahmen der Deichverteidigungsübung beendet als die ersten Telefone klingelten. Aus der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) für Flüchtlinge des Landes in Neumünster wurden Flüchtlinge nach Rendsburg, Seeth und Albersdorf verlegt ,damit die noch am Abend erwarteten Flüchtlinge aus Ungarn aufgenommen werden konnten.

Gruppenfoto der Helfer aus dem Kreis Pinneberg kurz vor der Heimfahrt

Diese Nachricht erreichte die Kreisbereitschaftsleiter des DRK Landesverbandes während einer gemeinsamen Sitzung im Kreis Storman. Die Sitzung wurde unterbrochen und es gab viele Telefonate.

Die EAE Rendsburg sollte 120 Personen aufnehmen, doch am Wochenende sind keine Aufnahmen geplant und die Helfer vor Ort reichen nicht aus. Da traf es sich gut dass im Kreis Pinneberg sofort 2 Gruppen verfügbar schienen.

Also wurden kurzerhand die LKW`s mit Ihren Feldküchen in Rellingen abgestellt und 16 Rotkreuzler machten sich auf den Weg.

Nach der Ankunft befestigten die Helfer, teils im Strömenden Regen, die Wege im neuen Abschnitt der Unterkunft, errichteten Bauzäune und kümmerten sich um die elektrische Versorgung bis in den Abendstunden die Busse mit den neuen Bewohnern ankamen.

Diese wurden registriert, mit dem nötigsten an Hygienematerial und Kleidung versorgt und dann in Ihre Unterkunft begleitet. Unterstützt wurden die DRK-Helfer von freiwilligen Bürgern Rendsburgs und Umgebung. Diese Helfer haben sich u.a. in facebook-Gruppen organisiert und helfen bereits seit mehreren Wochen als „Zivilisten“ in der EAE Rendsburg das DRK, einige haben ihre Sommerferien dafür genutzt. I n Gesprächen erzählten diese freiwilligen und sehr engagierten Helfer das sie diese Erfahrung nicht missen wollen.

Erst nach Mitternacht erreichten die Einheiten, müde und geschafft aber wohlbehalten ihre Unterkünfte.

 

Für Helfer, die sich derzeit nicht fest an das DRK binden wollen, dennoch aber in der besonderen Situation Helfen wollen, gibt es die Aktion TeamSH des DRK Schleswig-Holstein. Dort können sich freiwillige Helfer zentral für Schleswig-Holstein melden. Je nach Wohnort werden sich dann die örtlichen DRK Kreisverbände Kontakt den Helfern aufnehmen.

 

Jacob Melchers, DRK Rellingen & Stephan Isachsen, DRK KV Pinneberg

7. September 2015 16:56 Uhr. Alter: 2 Jahre